Reisen
Der deutsche Zollbeamte hatte die Geschichte mit dem Tantenbesuch nicht geschluckt und wollte sich das Auto nun doch mal genauer ansehen. Er sollte diese Entscheidung später bitter bereuen. Die Insassen verließen das Fahrzeug und traten die geforderten Meter zurück. Während sich ein Beamter den Papieren zuwendete, langte sein Kollege tief in die Innentasche des Beifahrers. Überraschenderweise zog er mit der eisernen Konsequenz eines karrierengeilen Drogenhundes ein Päckchen lange Blättchen aus dem sorgsam gewählten Versteck. Für ihn war die Sache klar, hier winkt ein großer Fund und der nächste Karrieresprung.
Die nächste halbe Stunde verbrachte er damit in stinkender Unterwäsche zu wühlen und dabei einen Vortrag über chemische Drogen zu halten (Crystal: besonders gefährlich), ohne dabei nicht immer hart auf Freund zu tun. Langsam sah er seine Felle davonschwimmen und griff nach dem letzten Strohhalm; die Laptoptasche des Fahrers. Im selben Moment fängt Selbiger hysterisch an zu lachen, während der Freund in grün in der Innenverkleidung der Tasche eine mysteriöse Socke findet. Der Fahrer versucht ihn noch zu warnen, doch er hat seine Hand schon in der nicht ganz leeren Socke versenkt. Doch Tweed findet er nicht, nur eine bröckelige und sämige Substanz, die er zu ignorieren versucht.
Was keiner weiß, ist dass der Fahrer sich vor ein paar Tagen auf unflätigste Art und Weise, in einem Anflug von Süd, an der Socke vergangen hatte. Man ist halt Mensch und es schützt die Prostata. Anstatt nun also den gewünschten Zugriff zu tätigen, blieb der Arme mit einer komisch riechenden Hand zurück.
Zwei Kilometer hinter der Schweizer Grenze musste dann gestoppt werden. Zum Einen gefährdete der Lachkrampf den Straßenverkehr, zum Anderen musste der Vorrat vernichtet werden, denn die nächste Grenze wartete bestimmt.
