Mensch 2

•Februar 20, 2008 • 4 Kommentare

 

Ein anderes, ganz besonderes Exemplar dieser Spezies und er strotzt nur so vor Zwiegedanken und Ambiguität. Die Sorte die von ´´Matetrinker´´ der VIP- Listen gar nicht mag, sobald er aber selber draufsteht, geht er ganz locker, eine Hand am Hosenträger, an der Schlange vorbei, mit diesem selbstverliebten Ausdruck auf dem haarbedeckten Gesicht, als hätte er gerade eine Waise adoptiert, was am nächsten Tag dann Stolz auf dem eigenen Blog, den er ´´Blockschrift´´ genannt hat, in der Rubrik ´´Mein arschgeiles Leben´´ verkündet wird. Geschrieben wird natürlich auf dem ´´Powerbook´´ mit den Chai-latte Flecken auf der Tastatur im Cafe um die Ecke mit Loungemusik, Hotspot und der hübschen Bedienung, die auch auf Damien Hurst, Projekte und Biogemüse steht und das süsse ´´I (Herz) NY´´ Shirt trägt.

Das neue Hot Chip Album hat er gesaugt, versteht es nicht, würde dass aber nie öffentlich zugeben und redet stattdessen von “Konsens´´ und ähnlichem Schrott, den er sich in der “Intro“ abgeguckt hat. Am liebsten hört er eh “Kool Savas“ und ähnlichen Machokram, obwohl er sich lieber als den Jazzkenner ausgibt, der auf ´´Bitches Brew“ und “A love supreme“ die Brillanz hört, ´´Satchmo´´ aber nicht so toll findet.

Der typische Berlin-Antistyler, mit der gewollt-ungewollten Schlampigkeit im der Klamotte, wenn er dreckige “HM´´ Strickjacken mit “Swear´´ kombiniert und sich seine Halstücher selber näht, da er den Anschluss zum dem Arafattuchtrend verpasst hat. Customized ist auch der ganze Lebensstil, der sich zwischen ´´14 Stunden Schlaf/abhängen Digger´´ und “ich hab wieder aggressiv angerissen/gesoffen“ spielend hin und her bewegt. Wie das funktionieren soll, weiss nur dieses Multitaskinggenie…..

Vor Mädchen hat er Angst, weswegen er zu Mitteln greift, die (er) schon immer gezogen haben (hat), um dann, je nach Bedarf, auf einfühlsam oder unerreichbar zu machen. Die Freundlichkeit, das ´´Alle sollen mich nett finden´´-Karma, stehen bei unserem Freund ganz oben auf der Agenda. Angst und Mut gehen hier einher, wie das Interesse für einfach alles, was irgendwie nach ´´Mitte´´ riecht. Guckt euch im “Weekend´´ das nächste Mal gut um, wenn er auf der Liste steht ist er da und bringt seine Entourage von fremdwörterspuckenden Bekannten, da es Freunde in der Welt der Jutebeutel nicht gibt, gleich mit, die dann auch alle gleich Bier(Understatement) bestellen gehen und ´´American Spirit´´ drehen. Leute, die sich tagsüber in Schaufenstern auf der Kastanienallee angucken, wenn das Ding so gut  verspiegelt ist wie die überdimensionierten, exemplarischen Sonnenbrillen. Zu laut lachende, Fussball scheisse findende Medienstudenten, die alle aufs Maul brauchen, aber immer nur neidische Blicke für ihr tolles Outfit (Röhre, Chucks, Arafattuch, V-Kragen T-Shirt(schön eng)) erhaschen wollen.

Dazu fällt mir nur ein was ´´Asitoni´´ gesagt hat: DIE sind doch die Fotzen!

 

PS: ´´Fotzen´´ bezieht sich hier nicht auf die weiblichen Geschlechtsteile, sondern auf den oben beschriebenen Typ Mensch, als negativ gemeintes Attribut, nicht als sexistischer Ausruf, für Männer und Frauen gleichsam geltend.

 PPS: Asitoni hat keine Ahnung.

Kunst

•Januar 15, 2008 • 1 Kommentar

phillip6.jpgPferdefreund! Als ich ihn traf, befand sich ein riesiges Gerät in seiner bleichen Hand und er wollte nicht loslassen. Später hat er dann vermehrt den Stift der Uschi vorgezogen, es ging bergauf.

Heute ist der Typ häuslich geworden, mit einer tollen, osteuropäischen Frau, Sixpack ist Vergangenheit, aber ich hoffe, dass er mir noch viele weitere Entwürfe malt. Ich hab mir hier mal die Freiheit genommen, dass Ding digital zu bearbeiten. Auschecken. Rest gibts hier

phillip1.jpg

Musik

•Januar 10, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

Das Video zur fugenartigen Funkpassion  “Erdbeermund“ ist so gierig, dass MTV bei der Preview glatt aus Deadwood, Funkwood gemacht hat. Teilweise in Paris Hilton Nightshot-Optik gedreht, bricht Funk wiedermal alle Tabus und ragt halbnackt von links und rechts ins Bild. Erstmal schön nackt in der Bude abhängen, und Instrumenten in die Kamera halten, die nicht noch nicht beherrscht sind. Dann lässigtes Zeitziehen, wobei der schwindende Haarwuchs im Mittelpunkt steht. Frisur, aldä….

Abgerundet wird mit Raven, worauf das dahinsiechen nicht fehlen darf, wobei der Fuss weiter den Takt hält. Dann dreht sich das ganze um 180 Grad und man kann von rechts nach links lesen. Wie sagt der Funk: ´´Vor dem Rave, ist nach dem Rave.“ Wer mir den echten Namen des Stargastes, Horst Kurt Wildbrett nennen kann, erhält die neue EP “Splatterheads am Flexen“ zum Vorzugspreis von lau Euro

Berlin

•Januar 7, 2008 • Hinterlasse einen Kommentar

Hier funktioniert das Rauchverbot richtig gut:

Hubble Gubble

White Trash

Update erfolgt.

Menschen: Teil1

•Januar 7, 2008 • 1 Kommentar

Es gibt eben solche, lebenslang grenzwertig unterwegs und doch immer wieder irgendwie überlebt. Und überleben sah da lange nicht nach einer Option aus. Hätte er mic h gefragt, wär er mit 30 eher weg als da.

Schon in jungen Jahren wollte er immer vorne weg reiten, als Erster mobil, im doppelten Sinne, als Erster druff, im doppelten Sinne. Ihr kennt das Spiel, das alte ”first come, first serve” Spiel. Das das nicht gesund ist, äussert sich bis heute aber nur daumendicken Tränensäcken. Wie schafft es diese Spezies, sich ein lebenlang am Juristen vorbei zu stehlen, und wenn Der Freund und Helfer doch guckt, nur Blender aus dem Fenster wirft. Unfallfrei seit Tag 1, wenn man Leitplanken und fliegende Flaschen mal nicht interaktive Objekte betrachtet. Kein Plan von nix und doch Eins A abgeschlossen. Das sag noch mal jemand, es gäbe in Deutschland keine Aufstiegschance. Wenn mich hier einer Fussballmetaphorik bedienen darf: St. Pauli hat die Champions League gewonnen. Schönes Ding. Dann soll man es den Leuten, rundum zufrieden im neuen Doppelleben, auch noch gönnen. Und man tut es, da man selber von soviel Lebensbejahung, Charisma, Überlebenswille und Geilheit so geblendet ist, dass amn selber von Gerechtigkeit schwärmt, obwohl davon nicht die Rede sein kann.

Selbst wenn solche Glückspilze intuitiv das falsche machen wollen, kommt Gott vorbei, und sagt:” Nein mein Junge, Du gehst jetzt was Vernünftiges studieren um dann mehr Geld zu verdienen, als der Nasenscheidewand lieb sein sollte. Ich hoffe, dass ich alt werde und das Leben mich bis dahin immer noch so beeindrucken kann. Injecten alda, injecten…

Die Welt des Drumcomputers

•Dezember 16, 2007 • 1 Kommentar

I heard there was a secret chord that Pavel played and it pleased the Lord, but you don’t really care about music, do you? You’ve got to take cover, brother cause here come the Funkphenomena. It’s only Pavel from the block and he’ll be sticking pins in your head like a fucking nurse. The bottom line is money he does not give a fuck and a whole child ago he’ll sleep all day. Pavel was talking to himself but nobody was home so he sat down on the dock of the bay and thought ‘’ this is the first day of my life….’’ I was born in a filthy dawn. It a boy, Mrs. Funk, it’s a boy. When I was just a young boy my mama told me son, always be a good boy don’t you ever play with guns. School was like a 13 step brainwash camp but life was going easy on me, most of the time. Sometimes though I felt that my only friend was the city I lived in and I felt homesick cause I didn’t know where home was. All my life I only hurt the ones I love and I kicked my dinner with karate. The there was this time when I only ate tangerines, so cheap and juicy. Most of the time I party hard like I wish you would, drink heavy to find my rhythm until there is nothing else to do for me but dance like a robot from 1984. Everybody’s going to the party have a really good time. Satan said dance so I did and it felt like emotional landscapes. Let me go off like a blister in the sun. What you do comes back to you so I felt a little Dizzy the next day. I take pride in my hobby, using my engineering degree making home made beats. I make anthems not bangers and look at me I formed a band and its all about body moving. I make myself twist and shout in my room, isn’t it cool, Norwegian wood. Pavel Funk will break your legs, snap off your head. This is a song and these are the words. Could have been a sailor could have been a cook. Could have been one of these things first but 22grand job is alright. I’m gonna liberate the illiterate. My poetry is deep I never fail. This is a brand new flavour in ya ear, wake up in the a.m. compose a beat. The Poltergeist of Rap is sick of all that fake RnB scenario all day on the radio. Your style compared to mine is nicorette to cigarette. Woke up this morning and I was sucking a lemon and it felt like choking on a cock. Woke up and had the same clothes on I had yesterday. I must have passed out. So I took a painkiller and rode my bicycle. I half the man I used to be and I’m pranging out. My mangled heart never wants to come down again. Its just like eating glass and to be young, is to be sad, is to be high. Everybody must get stoned. Rolling down the street smoking (indoe?), sipping on gin and juice. Laid back but never get high on your own supply. You got your big cheese I got my hash pipe. I met a gin soaked barroom queen in Hanwell and she’s always dressed in white, girl that does yoga. But when I’m in my room, dreaming of you I know it’s not gonna work cause me and the skirts always end up the same. Have I been a fool? She said: What are you talking about? And I said: You. If I aint got you I fade to black. I want school kids on buses to singing your name although I’ve seen your frown and its like looking down the barrel of a gun. Please forgive if I act a little strange but all sparks will burn out in the end and I didn’t believe in magic until I watched you disappear. You left a lovestain on my heart but you found me indiscreet on the night I lost my head. I kiss you better and I reckon you are about an 8 or an 9 maybe even 9 and a half in four beers time. Fall into you, is all I seem to do. You don’t form in the wet sand, you don’t form at all. That’s why I cover my ears when you talk to me. You want it, she’s got it…… I hurt myself today, to see if I still feel. When we die we’d be looking out the door see the rain fall upon the funeral mourners. I’m going deeper underground sleeping is giving in, no matter what the time is. See you on the other side.

Philosophie:Wer seid das ihr?

•Dezember 16, 2007 • 2 Kommentare

Was will dieser Mensch eigentlich? Erst kommt er vollkommen nutzlos auf die Welt. Fressen und schlafen, aber kurz darauf reicht das nicht mehr. Von jetzt an, und das gilt für den Rest seines jämmerlichen Daseins, muss von allem immer genug da sein. Mit fetten Klamotten sieht fast jeder aus, als ob er nackt wäre. Mit Turnschuhe aus Zeiten von Wilt ’’the Stilt“ Chamberlain, T Shirts, die eine Liebe zu einer Stadt deklarieren, in der wir nie gewesen sind, die Hosen viel zu weit/ eng und einer aufgesetzte Lässigkeit sieht er eher lächerlich aus.

Immer schön so tun als ob ein das alles nicht interessiert. Aber natürlich tut es das. Wie kann ich alle davon überzeugen, dass ich sie von nichts überzeugen will? Wie kann ich so tun, als ob ich nicht so tun müsste? Dabei wollen wir doch alle nur geliebt werden, uns in der eigene Geilheit wälzen, ab und an einen Rausch um uns abzulenken, von Wahrheiten die wir schon längst verstanden haben. Alles ist viel zu einfach, um da von einer Komplexität zu sprechen.

Hausgemachte Probleme, immer schön die Ansichten pflegen, nicht zu dumm wirken, Sprachen lernen, reisen, immer mitreden,  nie zuhören, Shakespeare zitieren. Die Fehler anderer kritisieren, dann selber machen. Lächerliche Blogeinträge schreiben, um ein Gewissen das nicht rein ist vorzutäuschen. Aber die Wahrheit ist, wir brauchen das alles so sehr, die leeren Phrasen die von einem Leben zeugen, welches wirklich gelebt wird, an Stelle des sich einfach aufgeben und mitschwimmen, weil wir und alle Welt es von uns erwartet. Ich schäm mich nicht mal. Ich find es toll, mehr davon.

 
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